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PVC-Recycling

Wozu man Werbebanner braucht, scheint den meisten klar zu sein – was dann kommt, wenn man sie nicht mehr braucht dagegen kaum.

Was haben PVC und Banner gemeinsam? Eigentlich wenig, außer dass man sie zusammen braucht. PVC hat eine sehr lange Halbwertszeit. Werbebanner haben ein niedriges Verfallsdatum. Sie müssen aktualisiert und ersetzt werden. Warum braucht man dann PVC im Bannerdruck?
Banner sind ein bewährtes Promotions-Mittel an Stellen, an denen man aus Platzgründen keine Großplakate anbringen kann. Allgegenwärtig sind sie in Sportstadien bei der Bandenwerbung. Ob diese Banner im Freien oder in Hallen verwendet werden, spielt bei der Herstellung kaum eine Rolle. Sie müssen strapazierfähig und wetterfest sein. Nicht nur wegen der Wetterfestigkeit, sondern auch wegen ihrer größeren Strapazierfähigkeit werden sie meist von vornherein als Outdoorbanner hergestellt. Das Trägermaterial besteht entweder aus PVC-Monofolien oder aus PVC-beschichteten Textilien.Einst war die Produktion eines Banners in Klein(s)tmenge eine Angelegenheit eines praktisch inzwischen ausgestorbenen Berufes, des Plakatmalers. Ihn hat der Computer ebenso ersetzt wie den Typographen oder den Setzer. Seit man PVC-Oberflächen einfach beschichten oder bedrucken kann, braucht man keine wetterfesten Farben auf Leinwand mehr. Bei kleineren Auflagen oder Einzelanfertigungen muss man nicht unbedingt Banner drucken. Professionelle Plotter können auch selbstklebende Folien schneiden. Die Trägerbanner können dann wieder verwendet werden. Dieses Verfahren eignet sich aber nur bei einfachen Designs oder einem Outdoorbanner mit Schrift. Banner mit Bildern müssen im digitalen Bannerdruck für die gerasterten Motive erstellt werden.Nun spielt es für die Entsorgung eines überholten oder beschädigten Banners keine Rolle, für welche Zwecke er hergestellt wurde. Das Trägermaterial wurde durchwegs aus PVC oder mit PVC hergestellt, das nur im Ausnahmefall als Standard- oder Sondermüll beseitigt werden soll. PVC kann man aber recyclen, ist ein Rohstoff, dessen Aufbereitung Rohöl und wertvolle Chemikalien spart. PVC Recycling ist ein besonderer Industriezweig geworden. Das Recycling von PVC ist heute international geordnet.PVC, die Abkürzung für Polyvinylchlorid, ist ein überaus beständiger Werkstoff, für den man eine enorme Bandbreite an Verwendungszwecken gefunden hat. Dies liegt einerseits an seiner Resistenz gegen Lösungsmittel jeder Art, andererseits an seiner Bruchsicherheit je nach Beimengung von Weichmachern. Ein berühmtes Beispiel wurde seine Einführung als Schallplatten-Material anstelle von Schellack, als die “Unzerbrechlichen”, die Vinyls, auf den Markt kamen. Die Robustheit des PVC macht aber auch die Entsorgung problematisch. Auf einer normalen Deponie ist PVC fast unzerstörbar, bleibt aber, von den Weichmachern abgesehen, umweltneutral. Die Abfallberge würden jedoch ohne Vernichtung oder Recycling ins Unermessliche wachsen.

Für Verbrennungsanlagen ist PVC Gift, da Chlorwasserstoff freigesetzt wird, der Grundstoff von Salzsäure, die sofort mit Kalk gebunden werden muss. Bei einer unvollständigen oder unkontrollierten Verbrennung entstehen aber hochgiftige Dioxine und Aromate. Wegen der Problematik sowohl der Deponierung als auch der Verbrennung wird heute PVC nach der Mülltrennung überwiegend “werkstofflich” entsorgt und wieder verwendet. Für Großmengen an PVC-Produkten, vor allem aus dem Baubereich (Hart-PVC), hat die Industrie selbst-verpflichtet Recycling-Methoden im Einsatz. Schwieriger ist die Entsorgung von Weich-PVC, aus dem auch Bannerfolien und Planen hergestellt werden.

Wohin also mit einem Werbebanner, wenn es seinen meist temporären Zweck erfüllt hat? Bannerstop bietet nun seinen Kunden an, die verbrauchten Banner und Planen durch Texyloop sachgerecht zu entsorgen. Texyloop nennt sich selbst ein Industrieunternehmen des geschlossenen Kreislaufs. Texyloop ist ein Unternehmen der in Frankreich ansässigen, europäisch agierenden Ferrari SA Gruppe. Durch Texyloop werden Textilien, Fasern, metallische Bestandteile und PVC in einem aufwändigen Verfahren getrennt. Die bei der Verwertung der Planen nach dem Texyloop-Verfahren anfallenden Recyclate werden dann von Fabriken der Ferrari Gruppe als Rohstoffe für Verbundstoffe, Verbundmembranen und Planen wieder verwendet. Diese Recycling-Produkte, die hauptsächlich in der Architektur zum Einsatz kommen, sind dann ihrerseits wieder recyclebar. Der Kunde von Bannerstop kann daher bereits beim Kauf sicher sein, umweltbewusst gehandelt zu haben.