Ob Akustikbilder den Hall spürbar reduzieren, hängt vor allem von der belegten Fläche, dem Raum und der Platzierung ab. Hier erfahren Sie, wie Sie passende Formate auswählen und technische Angaben richtig einordnen.

Was ist ein Akustikbild?
Ein Akustikbild ist ein Rahmen mit schallabsorbierendem Vlies im Inneren, bespannt mit einem individuell bedruckten Textil. Es ist also kein Poster mit weichem Hintergrund, sondern ein dreiteiliger Aufbau:
- Profilrahmen aus eloxiertem Aluminium. Er gibt die Form vor und nimmt die Bespannung auf. Bei bannerstop: 22 mm Profiltiefe für die hängende Variante, 50 mm für die freistehende.
- Akustikvlies im Inneren. Ein thermisch verfestigter Vliesstoff aus 100 % PES-Stapelfasern mit feinen Luftkammern, zu rund 60 % aus recycelten PET-Flaschen. Dieses Material nimmt den Schall auf.
- Bedrucktes Textil als Bespannung. Velum-Tex Premium mit etwa 210 g/m², im Sublimationsverfahren mit bis zu 1.440 dpi bedruckt und über einen Flachkeder (14 × 3 mm) in die Rahmennut eingezogen.
Entscheidend ist der Unterschied zu einem normalen Wandbild: Ein Leinwanddruck oder ein gerahmtes Foto hat hinter der Oberfläche Luft, Karton oder Holz und wirft Schall weitgehend zurück. Beim Akustikbild sitzt das Absorbermaterial direkt hinter dem Motiv, und das Textil ist so gewählt, dass Schall es passieren kann.
Der Vorteil für Büros, Praxen und Empfangsbereiche: Die schallabsorbierende Fläche ist zugleich eine individuell bedruckte Motivfläche.
Was bringen Akustikbilder wirklich?
Akustikbilder reduzieren Reflexionen und damit den Nachhall innerhalb eines Raums. Sie sorgen dafür, dass Stimmen und Geräusche schneller verklingen und Sprache besser verständlich wird.
Was sie nicht tun: Sie dämmen keinen Schall zwischen zwei Räumen. Gegen Straßenlärm durch das Fenster, Schritte aus dem Stockwerk darüber oder Gespräche durch eine Wand helfen sie nicht; dafür sind bauliche Maßnahmen nötig. Auch akustische Privatsphäre im Sinne von „nebenan versteht niemand mehr etwas“ entsteht durch Absorption allein nicht.
Wie deutlich der Effekt ausfällt, hängt vor allem von der Absorberfläche im Verhältnis zur Raumgröße ab, dazu von Materialstärke, Frequenzbereich, den vorhandenen Oberflächen und der Platzierung. Deshalb gilt: Ein einzelnes kleines Bild verändert einen deutlich hallenden Raum in der Regel kaum spürbar. Wer eine wahrnehmbare Veränderung erwartet, sollte in Flächen denken, nicht in Stückzahlen.
Wie viel Akustikfläche braucht ein Raum?
Die ehrliche Antwort: Das lässt sich ohne Kenntnis des Raums und ohne Systemwert nicht seriös ausrechnen. Einfluss haben Grundfläche und Raumhöhe, Nutzung und Personenzahl, der Anteil harter Oberflächen, bereits vorhandene Textilien und Möbel sowie Absorptionsgrad, Stärke und Verteilung des Materials.
Zwei Grundsätze helfen bei der Planung: Verteilen Sie die Akustikbilder möglichst auf mehrere geeignete Flächen, um unterschiedliche Schallreflexionen zu erreichen. Und berücksichtigen Sie: Je geringer die Schallabsorption, desto mehr Fläche kann erforderlich sein.
Eine pauschale Quadratmeterzahl wäre unseriös. Halten Sie zunächst Raumgröße, vorhandene Oberflächen und verfügbare Wandflächen fest.
Wie Sie Hall erkennen und welche Lösungen grundsätzlich infrage kommen, erfahren Sie in unserem Ratgeber Raumakustik verbessern.
Für den bannerstop-Akustikrahmen liegt ein Materialwert des Vlieses von αw = 0,45 (Klasse D) vor, jedoch kein geprüfter Wert des fertig montierten Systems. Daraus lässt sich der konkrete Flächenbedarf nicht berechnen.
Für eine erste Beratung helfen Raumart, Grundfläche, Raumhöhe, Oberflächen und eine Beschreibung des Hallproblems. Fotos sind ebenfalls hilfreich.
Eine fachliche Berechnung ist sinnvoll bei größeren Räumen, einzuhaltenden akustischen Anforderungen, mehreren Standorten oder größeren Investitionen. Für bestimmte Raumarten geben die DIN 18041, die VDI 2569 (Büros) und die Arbeitsstättenregel ASR A3.7 „Lärm“ den Rahmen vor. Das sind Planungsgrundlagen, keine Produktanforderungen – gelten sie in Ihrem Projekt, gehört eine Fachplanung dazu.
Was bedeuten αw und Absorberklasse?
Zwei Begriffe tauchen in jedem Datenblatt auf – und werden häufig missverstanden. Vorweg das Wichtigste: Beide beschreiben eine Materialeigenschaft, kein Ergebnis in Ihrem Raum. Ein αw von 0,45 bedeutet nicht „45 % weniger Hall“. Wie stark sich der Nachhall verändert, entscheidet erst die Fläche, die Sie im Raum tatsächlich damit belegen.
Der Schallabsorptionsgrad beschreibt, welcher Anteil des auftreffenden Schalls aufgenommen statt zurückgeworfen wird. Er wird je Frequenz gemessen, üblicherweise im Hallraum nach DIN EN ISO 354. Der bewertete Schallabsorptionsgrad αw fasst diese Frequenzkurve nach DIN EN ISO 11654 zu einer Zahl zwischen 0 und 1 zusammen. Daraus ergibt sich die Absorberklasse:
So lesen Sie die Klassen: Klasse A bezeichnet eine sehr hohe, Klasse B eine hohe, Klasse C eine mittlere, Klasse D eine geringere und Klasse E eine geringe Schallabsorption. Die Einordnung erfolgt nach DIN EN ISO 11654. Für den Vergleich zählen außerdem Materialstärke, Prüfaufbau und die gemessenen Frequenzen.
Beim Lesen solcher Werte sind zwei Dinge wichtiger als die Zahl selbst.
Die Materialstärke bestimmt den Frequenzbereich. Dünne Absorber nehmen vor allem hohe Frequenzen auf; je dicker das Material, desto weiter reicht die Wirkung in tiefere Lagen. Ein Wert ohne Angabe der geprüften Stärke sagt deshalb wenig aus.
Ein Materialwert ist kein Produktwert. Veröffentlicht wird meist der Wert des Absorbermaterials, geprüft als reine Materialprobe. Der fertige Absorber besteht aber aus mehr: Rahmen, Bespannung und Wandabstand verändern das Ergebnis. Fragen Sie deshalb bei jedem Anbieter nach, worauf sich ein Wert bezieht und ob ein Prüfbericht für das komplette System vorliegt. Das gilt auch für ähnlich benannte Produkte desselben Herstellers – eine andere Bautiefe bedeutet andere Werte.
Die Kennwerte im bannerstop-Akustikrahmen
Konkret sieht das für unser Produkt so aus:
| Kennwert | Angabe |
|---|---|
| Geprüftes Material | Akustikvlies ISO-BOND WLG 040, 20 mm Stärke, 400 g/m² |
| Prüfverfahren | Hallraummessung nach DIN EN ISO 354 |
| Bewerteter Schallabsorptionsgrad | αw = 0,45 (Bewertung nach DIN EN ISO 11654) |
| Absorberklasse | D |
| Frequenzverlauf αs | 125 Hz: 0,08 · 250 Hz: 0,21 · 500 Hz: 0,40 · 1.000 Hz: 0,56 · 2.000 Hz: 0,66 · 4.000 Hz: 0,75 |
| Geltungsbereich | Geprüfter Wert des Vlieses. Ein Systemprüfbericht für den montierten Rahmen mit Profil, Textil und Wandabstand liegt nicht vor. |
| Vollständiges Datenblatt | Download auf der Produktseite Akustikrahmen |
Die Kurve zeigt, was die Einzelzahl verschweigt: Das Material wirkt im mittleren und höheren Frequenzbereich – dort, wo ein großer Teil der Sprachverständlichkeit entsteht – deutlich besser als bei tiefen Tönen. Bei tieffrequentem Brummen, etwa von einer Lüftungsanlage, ist die Wirkung des 20-mm-Vlieses gering; dafür sind in der Regel andere oder deutlich stärkere Konstruktionen erforderlich.
Wenn Sie in einer Ausschreibung oder einem Akustikkonzept einen Systemwert nachweisen müssen, fragen Sie ihn bitte vor der Bestellung an, statt den Vlieswert einzusetzen.
Warum hat der Akustikrahmen Klasse D statt A?
Das verwendete 20-mm-Vlies erreicht im geprüften Aufbau Absorberklasse D. Höhere Klassen werden häufig mit dickeren Absorbern, anderen Materialien oder größerem Wandabstand erreicht. Solche Konstruktionen können insbesondere bei tieferen Frequenzen wirksamer sein, benötigen aber mehr Raumtiefe.
Vergleichen Sie deshalb nicht nur Klassenbuchstaben, sondern auch Materialstärke, Prüfverfahren und den geprüften Gegenstand. Für den bannerstop-Rahmen gilt die Klasse D ausdrücklich für das Vlies, nicht für den vollständig montierten Rahmen.
Wo sollten Akustikbilder angebracht werden?
Geeignete Plätze sind größere Wandflächen nahe an Arbeits- und Gesprächsbereichen, besonders gegenüber harten, reflektierenden Flächen:
- Gegenüberliegende harte Flächen zuerst. Zwischen zwei parallelen Glas- oder Putzwänden entstehen die typischen flatternden Echos. Wird eine der beiden Seiten belegt, schwächt sich dieser Effekt meist deutlich ab.
- Nah am Geschehen statt an der Restwand. Absorption entfaltet ihre Wirkung meist dort am deutlichsten, wo der Schall entsteht: rund um den Besprechungstisch, nahe an den Arbeitsplätzen, rund um den Empfangstresen.
- Verteilen statt konzentrieren. Mehrere Flächen an unterschiedlichen Wandpositionen können verschiedene Reflexionswege beeinflussen; wo sie am besten wirken, hängt vom Raum ab.
- Bei starkem Hall ergänzen. Wenn Wandflächen nicht ausreichen, können dafür vorgesehene Deckenabsorber sinnvoll sein. Der bannerstop-Akustikrahmen selbst ist nicht für die Deckenmontage ausgelegt.

Hängendes Akustikbild oder freistehender Akustikrahmen?
Beide Varianten sind von 50 × 50 cm bis 490 × 300 cm frei konfigurierbar. Kurz gesagt: Das hängende Akustikbild passt, wenn freie Wandfläche vorhanden ist. Der freistehende Akustikrahmen passt bei viel Glas, wenig Wand oder wenn Bereiche getrennt werden sollen. Die Unterschiede im Detail:
| Kriterium | Hängendes Akustikbild (22 mm) | Freistehender Akustikrahmen (50 mm) |
|---|---|---|
| Einsatz | Wandbild an fester Position | Raumteiler, Zonierung, mobile Aufstellung |
| Bespannung | einseitig bedruckt | beidseitig, Vorder- und Rückseite gleich oder unterschiedlich |
| Montage | Wandhalterungen je nach Größe | Standfüße je nach gewählter Breite |
| Voraussetzung im Raum | freie Wandfläche | freie Stellfläche |
| Passt, wenn … | Wandflächen verfügbar sind und das Motiv dauerhaft an einer Stelle wirken soll | viel Glas oder wenig freie Wand vorhanden ist oder Bereiche optisch und akustisch getrennt werden sollen |
| Flexibilität | fester Platz, Motiv wechselbar | Standort und Motiv wechselbar |
In offenen Bürobereichen lassen sich beide Varianten gut kombinieren: Standrahmen nahe an den Arbeitsplätzen, Wandbilder an den großen freien Flächen.
Geeignete Einsatzbereiche
Büro und Besprechungsraum. Der häufigste Fall. Bei Glaswänden und Hartboden geht es meist um Sprachverständlichkeit in Videocalls – hier lohnt es sich, Wandflächen konsequent zu nutzen statt ein einzelnes Motiv zu setzen. In offenen Bereichen spielen freistehende Rahmen ihre Stärke aus: Sie wirken in Arbeitsplatznähe und lassen sich bei einer Umstrukturierung mitnehmen.
Empfang, Praxis und Kanzlei. Empfangsbereiche sind oft hoch, kahl und stark verglast – und zugleich der erste Markenkontakt. Ein großformatiges Akustikbild verbindet beides. In Praxen und Kanzleien können Akustikbilder den Nachhall reduzieren und dadurch die Sprachverständlichkeit verbessern. Einen verlässlichen Schutz vor dem Mithören vertraulicher Gespräche bieten sie jedoch nicht.
Hotel, Gastronomie und Ladenbau. Gasträume mit Fliesen, Glas und hohen Decken hallen typischerweise stark. Wichtig ist der Brandschutzvorbehalt: In Fluren, Treppenhäusern, Fluchtwegen und Versammlungsräumen gelten je nach Brandschutzkonzept besondere Anforderungen (siehe unten).
Wo ein Akustikbild nicht die richtige Lösung ist
Genauso wichtig wie die passenden Einsatzbereiche sind die unpassenden:
- Bei nur leichtem Nachhall in kleinen Räumen. Hier verändern oft schon ein Teppich, ein Vorhang oder ein gefülltes Regal den Klangeindruck spürbar. Ein Akustikbild lohnt sich dann vor allem, wenn Sie ohnehin gestalten möchten.
- Gegen tiefe Frequenzen. Bei einem Lüftungsbrummen ist die Wirkung gering. Dafür braucht es deutlich mehr Bautiefe oder Wandabstand.
- Gegen Geräusche aus Nachbarräumen. Das ist eine Frage der Schalldämmung, nicht der Absorption.
- In Feuchträumen und im Außenbereich. Das Vlies und die Textilbespannung sind für trockene Innenräume ausgelegt.
- An der Decke. Der Akustikrahmen ist dafür nicht vorgesehen – siehe „Formate, Konstruktion und Montage“.
- Als alleinige Maßnahme in großen, stark hallenden Räumen. Ein einzelnes Bild oder eine kleine Serie reicht dort nicht. Sinnvoll ist die Kombination mehrerer Flächen, oft ergänzt um die Decke.
Akustikbild, Akustiktapete oder Deckenelement?
| Kriterium | Akustikbild / Akustikrahmen | Akustiktapete | Deckenelement |
|---|---|---|---|
| Bewerteter Schallabsorptionsgrad | αw = 0,45 – geprüft am Vlies in 20 mm Stärke, Klasse D | αw = 0,25 (H) – geprüft am Material, Klasse E | abhängig vom Produkt; Datenblatt prüfen |
| Fläche | gezielt gesetzte Einzelflächen | ganze Wand | Deckenfläche, oft ohne Nutzungskonflikt |
| Bautiefe | 22 mm hängend, 50 mm stehend – ragt sichtbar in den Raum | trägt mit rund 4 mm kaum auf | hängt ab; Raumhöhe wird optisch reduziert |
| Montage | Wandhalter oder Standfüße, Selbstmontage möglich | Verklebung auf glatter, sauberer Wand | aufwendiger, häufig Abhängungen und Abstimmung mit Technik |
| Motivwechsel | ja, Bespannung austauschbar | nein, Neuverklebung nötig | produktabhängig |
| Spricht dafür | Bestandsräume, wechselnde Motive, Zonierung, schnelle Nachrüstung | großflächige Motivwand bei wenig Platz vor der Wand | belegte oder verglaste Wände, große Räume, Grundpegel senken |
Die Kennwertzeile ist nur bedingt vergleichbar. Der Rahmenwert gilt für das Vlies im Inneren, der Tapetenwert für das fertige Material, und bei Deckenprodukten hängt alles vom konkreten Fabrikat ab. Nutzen Sie die Zeile, um die Größenordnung einzuschätzen. Für eine Ausschreibung fordern Sie das Datenblatt des jeweiligen Produkts an.
Soll eine ganze Wand gestaltet werden, ohne dass etwas aufträgt, spricht das für die Akustiktapete. Sind die Wände belegt oder überwiegend verglast, kommen häufig Deckenabsorber oder freistehende Rahmen infrage. Zu Deckenlösungen beraten wir Sie im Einzelfall; sprechen Sie uns dazu bitte direkt an.
Sie möchten eine ganze Wand gestalten und dabei möglichst wenig Raumtiefe verlieren? Unser Ratgeber Akustiktapete gegen Hall erklärt, welche Wirkung das Material bietet und worauf es bei Flächenbedarf, Untergrund und Montage ankommt.
Eigenes Motiv: die wirksame Fläche ist Ihre Motivfläche
Möglich ist praktisch jedes Motiv – Fotografie, Illustration, Corporate Design, einfarbige Flächen in Ihren Hausfarben oder eine Reihe zusammengehöriger Motive über eine Wand hinweg.
Zwei Wege führen zum fertigen Motiv: Sie gestalten es direkt im Online-Designer auf der Produktseite, oder Sie laden nach der Bestellung eigene Druckdaten hoch. Wer nur die akustische Wirkung braucht, bestellt es unbedruckt.
Sie möchten Ihr Motiv direkt im Browser erstellen? Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Online-Designer zeigt Ihnen, wie Sie eigene Bilder, Logos und Texte einsetzen.
Der Sublimationsdruck auf Velum-Tex Premium erreicht bis zu 1.440 dpi. Wichtiger als diese Zahl ist die Auflösung Ihrer Vorlage im Endformat: Bei Großformaten genügt eine geringere als bei kleinen Motiven, weil der Betrachtungsabstand größer ist. Die konkreten Anforderungen finden Sie in unseren Druckdateninformationen.
Motivwechsel ohne neuen Rahmen
Bestellt wird dann nur die bedruckte Grafik. Dafür kommen unsere Kederbanner für Textilspannrahmen infrage. Achten Sie darauf, dass Format, Material und Kedermaß zum vorhandenen Akustikrahmen passen.
Das rechnet sich in vier Situationen:
- Kampagnenwechsel. Saison-, Aktions- oder Messemotive lassen sich mehrmals im Jahr tauschen, ohne dass neue Rahmen anfallen.
- Rebranding. Ändern sich Logo, Hausfarben oder Bildsprache, wird die Grafik neu bestellt statt der komplette Bestand.
- Umzug oder Umbau. Der Rahmen zieht mit, das Motiv wird an den neuen Raum angepasst.
- Rollout über mehrere Standorte. Wer von Anfang an ein oder zwei Standardformate festlegt, kann Grafiken später zwischen Standorten tauschen und in einer Bestellung nachordern.
Eine Einschränkung gehört dazu: Der Tausch funktioniert nur im selben Format. Der Keder muss zur Rahmennut passen, und die Grafik wird auf das vorhandene Innenmaß konfektioniert. Wer später flexibel bleiben möchte, legt die Formate deshalb früh fest.
Über die Nutzungsdauer ist das der wirtschaftliche Unterschied zu verklebten oder fest bespannten Lösungen: Dort bedeutet jeder Motivwechsel ein neues Produkt. Zu Musterbox, Datencheck und Logistik beraten wir Sie gern.

Formate, Konstruktion und Montage
Beide Varianten sind von 50 × 50 cm bis 490 × 300 cm frei konfigurierbar. Größere gestaltete Flächen entstehen durch mehrere nebeneinander gesetzte Rahmen. Akustisch kann es jedoch günstiger sein, dieselbe Gesamtfläche auf mehrere Wandbereiche zu verteilen, weil dadurch unterschiedliche Reflexionswege erreicht werden.
Vier Punkte werden bei der Planung selten mitgedacht:
- Verstrebungen sind ab 200 cm Kantenlänge vorgesehen. Betragen Höhe und Breite jeweils mehr als 200 cm, kommt ein Strebenkreuz hinzu.
- Wandhalterungen werden je nach Größe ergänzt; bei der freistehenden Variante richtet sich die Anzahl der Standfüße nach der Breite.
- Selbstmontage ist eingeplant. Die Rahmensegmente kommen zerlegt, Verbinder, Schrauben, Innensechskantschlüssel und Aufbauanleitung liegen bei. Alternativ lässt sich ein Montageservice buchen.
- Versand. Für das Textil empfehlen wir den gerollten Versand, weil Faltkanten bei großflächigen Motiven sichtbar bleiben können. Ab bestimmten Formaten, insbesondere wenn die kurze Seite 2,50 m überschreitet, kann Speditionsversand erforderlich sein.
Keine Deckenmontage. Der Akustikrahmen ist für zwei Montagearten vorgesehen: hängend an der Wand und freistehend auf Standfüßen. Eine Montage an der Decke empfehlen wir nicht – weder die Profilkonstruktion noch die mitgelieferten Halterungen sind dafür ausgelegt. Wenn in Ihrem Raum die Decke die entscheidende Fläche ist, etwa weil die Wände belegt oder überwiegend verglast sind, sprechen Sie uns bitte an. Dafür kommen andere Produkte infrage.
Brandschutz und technische Nachweise
Hier ist Genauigkeit wichtiger als eine beruhigende Aussage. Für das Produkt liegen Nachweise auf Komponentenebene vor:
Akustikvlies: Für das Vlies liegen Nachweise in beiden gebräuchlichen Systemen vor – B1 nach DIN 4102 und B-s1, d0 nach DIN EN 13501-1. Der Euroklassen-Nachweis gilt für das im Bericht beschriebene Vlies; sein Geltungsbereich umfasst den Dickenbereich 20–100 mm mit definierten Flächengewichten und Dichten.
Bedrucktes Textil Velum-Tex Premium: B1 nach DIN 4102.
Beide Angaben stammen aus unterschiedlichen Prüf- und Klassifizierungssystemen und lassen sich nicht eins zu eins ineinander überführen – auch wenn sie hier nebeneinanderstehen. Welche Klassifizierung am Einsatzort verlangt wird, müssen Sie anhand des Brandschutzkonzepts und der jeweiligen Nachweise klären.
Was B1 und B-s1,d0 bedeuten und worauf Sie bei Prüfberichten achten sollten, erfahren Sie in unserem Ratgeber zum B1-Zertifikat und Brandschutz.
Was daraus nicht folgt: dass der montierte Akustikrahmen in jeder Einbausituation pauschal als B-s1, d0 gilt. Eine Systemklassifizierung des Gesamtaufbaus liegt nicht vor. Eine Freigabe für Fluchtwege, Treppenhäuser, Versammlungsstätten, Hotels, Schulen oder Kitas ist damit nicht verbunden.
Bei der Wandmontage kommt ein Punkt hinzu, der leicht übersehen wird: Der Klassifizierungsbericht beschreibt eine freistehende oder freihängende Anordnung mit mindestens 80 mm Abstand zu anderen flächigen Materialien. Ob eine Wandhalterung diesen Abstand erreicht, muss für die konkrete Einbausituation geprüft werden.
Die Anforderungen ergeben sich aus dem Einsatzort und dem Brandschutzkonzept des Gebäudes. Festgelegt werden sie vom Betrieb, von der brandschutzverantwortlichen Person oder von der zuständigen Stelle. Fordern Sie die Nachweise vor der Bestellung an. Für Planung und Ausschreibung sind das in der Regel:
- Datenblatt des Akustikvlieses mit Absorptionsmessung und Prüfbedingungen
- Klassifizierungsbericht zum Brandverhalten inklusive Geltungsbereich, je nach Ausschreibung nach DIN 4102 oder DIN EN 13501-1
- B1-Zertifikat des bedruckten Textils
- Montageanleitung sowie die vorgesehene Befestigung und der daraus entstehende Wandabstand
- falls für Ihr Projekt erforderlich: ein Systemwert für den kompletten Rahmen – bitte gesondert anfragen
Datenblatt, B1-Zertifikat und Montageanleitung stehen auf der Produktseite Akustikrahmen zum Download bereit.
Weitere Angaben zum Vlies, die in Ausschreibungen häufig abgefragt werden: OEKO-TEX Standard 100, Widerstandsfähigkeit gegen Pilze nach DIN EN ISO 846:2019, rund 60 % Faseranteil aus recycelten PET-Flaschen und Recyclingfähigkeit.
Typische Fehler bei der Planung vermeiden
Die häufigsten Fehler sind zu kleine oder ungünstig verteilte Flächen, der Vergleich von Absorberklassen ohne Prüfaufbau und die späte Klärung der Brandschutzanforderungen. Prüfen Sie diese Punkte vor der Motivfreigabe und Bestellung – besonders bei größeren Projekten.
Checkliste vor der Bestellung
- Raumart, Grundfläche, Raumhöhe und vorhandene Oberflächen notiert
- Realistisch belegbare Fläche bestimmt, nicht nur die Stückzahl
- Variante gewählt: hängend an der Wand oder freistehend als Raumteiler
- Platzierung geprüft: gegenüber harten Flächen, nah am Geschehen, auf Ohrhöhe
- Format festgelegt; bei Serien ein oder zwei Standardformate definiert
- Verstrebungen ab 200 cm Kantenlänge und Halterungen eingeplant
- Brandschutzanforderungen des Einbauorts geklärt, Nachweise angefordert
- Motiv im Online-Designer erstellt oder Druckdaten in ausreichender Auflösung bereitgestellt
- Versandart geprüft: gerollt oder ab bestimmten Maßen per Spedition
Fazit: Wann ein Akustikbild die richtige Wahl ist
Drei Punkte entscheiden: Wie groß ist die Fläche, die Sie realistisch belegen können? Wirkt das Material im relevanten Frequenzbereich – bei Sprache also im mittleren und höheren? Und welche Brandschutzanforderungen gelten am Einbauort?
Sind diese Fragen geklärt, ist die Variantenwahl einfach: hängende Akustikbilder bei freien Wandflächen, freistehende Akustikrahmen bei viel Glas, wenig Wand oder wenn Bereiche voneinander getrennt werden sollen. Bei einzuhaltenden akustischen Anforderungen oder größeren Projekten gehört eine Fachplanung dazu – für Auswahl, Format und Umsetzung individuell bedruckbarer Akustiklösungen unterstützen wir Sie gern.
Alle Formate, Ausführungen, Staffelpreise und Downloads finden Sie auf der Produktseite Akustikrahmen. Wenn Sie noch nicht sicher sind, welche Lösung zu Ihrem Raum passt, unterstützt Sie unser Team gerne bei der Vorauswahl.

Sie haben Fragen zu Akustikbildern?
Unsere Experten beraten Sie gerne
Wir unterstützen Sie bei der Auswahl der Ausführung, des Formats und der passenden Gestaltung. Bei verbindlichen akustischen Anforderungen empfehlen wir zusätzlich eine Fachplanung.