Ob Empfang, Praxis, Gastronomie oder Großraumbüro: Gute Raumakustik erleichtert Gespräche und kann die Aufenthaltsqualität verbessern. Entscheidend ist, ob Sie den Nachhall reduzieren, Arbeitsbereiche strukturieren oder Schall aus anderen Räumen abschirmen möchten. Nicht für jedes Problem eignet sich dieselbe Maßnahme.

Welche Akustiklösung passt zu Ihrem Raum?
Für eine erste Auswahl zählen das akustische Problem, die verfügbare Wand- und Deckenfläche und die gewünschte Gestaltung. Die folgende Übersicht ist eine Entscheidungshilfe, keine Berechnung der nötigen Absorberfläche.
| Ihre Situation | Möglicher Ansatz |
|---|---|
| Sie möchten ein einzelnes Motiv präsentieren und später wechseln. | Akustikbild beziehungsweise Akustikrahmen mit austauschbarer Textilbespannung |
| Eine ganze Wand soll ohne sichtbaren Rahmen gestaltet werden. | Akustiktapete als großflächige Wandbekleidung |
| Wenig Wandfläche ist frei, beispielsweise wegen großer Fenster. | Freistehende Akustikrahmen oder dafür vorgesehene Deckenelemente |
| Offene Arbeitsplätze sollen optisch voneinander getrennt werden. | Freistehender Akustikrahmen als Raumteiler |
| Ein Besprechungsraum hallt deutlich. | Mehrere wirksame Absorberflächen prüfen; bei Bedarf Wand- und Deckenelemente kombinieren |
| Ein kleiner Raum klingt nur leicht hallig. | Textilien und Einrichtung ergänzen, gegebenenfalls ein Akustikbild |
Woran erkennen Sie schlechte Raumakustik?
Typische Anzeichen sind eine schlechte Sprachverständlichkeit, schnell steigende Gesprächslautstärke und ein deutliches Nachklingen von Geräuschen. Ein erster Test: Klatschen Sie an zwei oder drei Stellen einmal in die Hände. Hören Sie ein längeres Nachklingen oder schnell aufeinanderfolgende Echos, reflektieren die Raumflächen wahrscheinlich viel Schall.
Solche Flatterechos können zwischen zwei gegenüberliegenden, glatten Flächen entstehen. In der Praxis fallen Probleme oft bei Meetings und Videokonferenzen auf: Stimmen klingen hohl, mehrere Sprecher sind schwer zu unterscheiden, und Gespräche ermüden schneller.
Wichtig: Der Klatschtest ist nur eine erste Beobachtung. Er misst keine Nachhallzeit und ersetzt keine professionelle raumakustische Untersuchung.

Warum hallt ein Raum?
Schall trifft auf Wände, Decken, Boden und Einrichtung. Ein Teil wird zurückgeworfen (Reflexion), ein Teil aufgenommen (Absorption) und ein Teil verteilt (Streuung). Glas, Fliesen, Beton und andere harte Flächen reflektieren Schall häufig stark. Polstermöbel, Textilien und spezielle Absorber können einen Teil davon aufnehmen.
Besonders auffällig wird Hall in großen, wenig möblierten Räumen mit vielen glatten Oberflächen. Die hörbare Folge: Sprache und andere Geräusche überlagern sich länger. Eine Verbesserung gelingt vor allem durch eine geeignete Menge und Anordnung schallabsorbierender Flächen.
Hall, Lärm und Schalldämmung: Was ist der Unterschied?
Raumakustik beschreibt, wie Schall innerhalb eines Raums entsteht, reflektiert wird und abklingt. Schallabsorption kann den Nachhall verkürzen und die Sprachverständlichkeit verbessern. Schalldämmung begrenzt dagegen die Übertragung durch Wände, Fenster, Türen oder Decken.
Ein Akustikbild kann deshalb Hall in einem Besprechungsraum reduzieren, aber nicht verhindern, dass Straßenlärm durchs Fenster dringt oder Gespräche aus dem Nebenbüro hörbar bleiben. Für solche Fälle müssen die baulichen Übertragungswege untersucht werden.
Welche Maßnahmen verbessern die Raumakustik?
Wirksame Maßnahmen kombinieren geeignete Absorber mit einer durchdachten Platzierung. Welche Variante passt, richtet sich nach freien Flächen, Gestaltung, Montage und den konkreten Anforderungen an den Raum.
Akustikbild und Akustikrahmen: gezielte Flächen mit Motiv
Ein Akustikbild ist ein Akustikrahmen mit schallabsorbierendem Material hinter einem individuell bedruckten, schalldurchlässigen Textil. Das Motiv kann beispielsweise ein Unternehmensbild, eine Fotografie oder ein grafisches Design zeigen. Bei bannerstop lässt sich die eingespannte Bespannung später austauschen, ohne den Rahmen und das Vlies zu ersetzen.
Das im Rahmen eingesetzte 20 mm starke Akustikvlies hat laut technischem Datenblatt den bewerteten Absorptionsgrad αw = 0,45 (Absorberklasse D) nach DIN EN ISO 11654. Der Wert bezieht sich auf das Vlies, nicht auf den montierten Rahmen mit Drucktextil. Für eine akustische Planung oder Ausschreibung müssen deshalb die verfügbaren Nachweise zum vorgesehenen Aufbau geprüft werden.
Die Lösung eignet sich für Besprechungsräume, Empfangsbereiche oder Praxen, in denen Wandgestaltung und zusätzliche Absorption kombiniert werden sollen. Ausführliche Hinweise zu Platzierung, benötigter Fläche und Motivwechsel finden Sie im Ratgeber Akustikbilder gegen Hall.
Freistehende Akustikrahmen: Arbeitsbereiche strukturieren
Freistehende Rahmen stehen auf Standfüßen und können beispielsweise zwei Schreibtischgruppen optisch voneinander abgrenzen. Sie bieten zusätzliche Absorberfläche dort, wo Wände verglast oder bereits belegt sind. Die Wirkung auf die akustische Abschirmung zwischen Arbeitsplätzen ist allerdings nicht mit einer geschlossenen, entsprechend geprüften Trennwand gleichzusetzen.
Die freistehende Variante eignet sich vor allem für offene Büros, Empfangsbereiche und flexible Raumaufteilungen.

Akustiktapete: große Motivflächen ohne Rahmen
Eine Akustiktapete wird direkt auf eine entsprechend vorbereitete Wand geklebt. Mit etwa 4 mm Materialstärke trägt sie nur wenig auf und lässt sich für großflächige, individuell bedruckte Motivwände einsetzen. Sie kann den Nachhall ergänzend reduzieren, ist aber keine Schalldämmung.
Die bannerstop-Akustiktapete hat den bewerteten Schallabsorptionsgrad αw = 0,25 (H), Absorberklasse E. Der niedrigere Einzahlwert allein sagt nicht, wie gut die gesamte Wand im konkreten Raum wirkt: Entscheidend sind unter anderem die tatsächlich belegte Fläche, die Frequenzverteilung und die Einbaubedingungen.
Besonders infrage kommt sie für Empfangsbereiche, Besprechungsräume und andere trockene Innenräume mit großen freien Wandflächen. Wirkung, Untergrundvorbereitung und Montage erläutert der Ratgeber Akustiktapete richtig einsetzen.
Decke, Einrichtung und Textilien ergänzen
Sind die Wände weitgehend verglast, können dafür konstruierte Akustikelemente an der Decke sinnvoll sein. Deckensysteme müssen mit Beleuchtung, Lüftung, Sprinklern, Raumhöhe und Montagebedingungen abgestimmt werden. Die hier beschriebenen bannerstop-Akustikrahmen sind nicht für eine Deckenmontage vorgesehen.
Bei leichtem Nachhall können Teppiche, Vorhänge, Polstermöbel und Einrichtung den Raumklang verbessern. Offene Regale streuen Schall, ersetzen aber keine gezielte Absorptionsplanung bei deutlich hallenden Räumen.
Homeoffice: kleine Maßnahmen zuerst prüfen
Im Homeoffice sind harte Böden, kahle Wände und wenige Textilien häufige Ursachen eines halligen Klangeindrucks. Beginnen Sie mit Teppich, Vorhang oder Polstermöbeln. Reicht das bei Videocalls nicht aus, kann ein passend angeordnetes Akustikbild ergänzen. Ein einzelnes Bild garantiert allerdings keine bestimmte akustische Wirkung; auch Mikrofonposition und Raumgeometrie beeinflussen den Gesprächsklang.

Akustikrahmen oder Akustiktapete?
Beide Lösungen verbinden individuelles Design mit schallabsorbierenden Eigenschaften. Der Rahmen ist für einzelne gestaltete Flächen mit austauschbarem Motiv interessant; die Tapete eignet sich für große, flache Wandgestaltungen.
| Kriterium | Akustikrahmen | Akustiktapete |
|---|---|---|
| Schallabsorption (angegebener Wert) | αw = 0,45, Klasse D, geprüft am 20-mm-Vlies | αw = 0,25 (H), Klasse E, geprüft am Material |
| Vergleichbarkeit | Kein eigener Prüfwert des montierten Rahmens angegeben | Materialwert; konkrete Wirkung hängt auch vom Einbau ab |
| Platzbedarf | 22 mm Wandprofil oder 50 mm freistehend | Etwa 4 mm Materialstärke |
| Gestaltung | Einzelne Wandbilder oder Raumteiler | Nahezu rahmenlose, großflächige Motivwand |
| Motivwechsel | Ja, bei eingespannter Textilbespannung | Nur durch Austausch der verklebten Tapete |
| Montage | Wandmontage oder freistehende Aufstellung | Verklebung auf vorbereitetem Untergrund |
| Produkt | Akustikrahmen konfigurieren | Akustiktapete konfigurieren |
Für die Planung wichtig: Die genannten Werte beziehen sich nicht auf zwei identisch geprüfte Gesamtsysteme. Daraus lässt sich deshalb keine belastbare Rangfolge der installierten Produkte pro Quadratmeter ableiten. In größeren Räumen kann eine Kombination unterschiedlicher Flächen sinnvoll sein.
Wie viel Fläche brauchen Sie gegen Hall?
Die benötigte Absorberfläche hängt von Raumvolumen, Nutzung, Einrichtung, vorhandenen Oberflächen und den frequenzabhängigen Absorptionswerten der gewählten Produkte ab. Eine allgemeingültige Zahl an Bildern oder Quadratmetern gibt es nicht. Die Nachhallzeit beschreibt, wie lange der Schall nach dem Verstummen einer Quelle im Raum abklingt; sie kann fachlich gemessen und für das Raumkonzept bewertet werden.
Grobe Orientierung aus der Produktberatung
Als erste Hausnummer nutzt bannerstop in der Beratung bei leichtem Nachhall etwa 10 % und bei stärkerem Hall bis zu 30 % der Wand- und Deckenflächen, die mit absorbierenden Materialien ausgestattet werden könnten. Diese Spanne ist ein Erfahrungswert, keine Normvorgabe und keine Berechnung für Ihren Raum. Insbesondere lässt sich daraus nicht direkt ableiten, wie viele Akustikrahmen oder Quadratmeter Akustiktapete erforderlich sind.
Für eine zuverlässige Planung sind die Absorptionswerte je Frequenzband und die jeweiligen Einbaubedingungen maßgeblich. Der Einzahlwert αw allein reicht dafür nicht. Bei den hier genannten Produkten liegt für das Akustikvlies im Rahmen kein eigener Prüfwert des montierten Systems vor.
Als praktische Faustregel gilt dennoch: Eine zu kleine Einzelfläche wird deutlich wahrnehmbaren Hall meist nicht ausreichend reduzieren. Absorber sollten so platziert werden, dass wichtige Reflexionsflächen berücksichtigt werden. Eine Verteilung über mehrere Positionen kann sinnvoll sein; entscheidend bleibt die wirksame Gesamtfläche und nicht bloß die Zahl der Elemente.
Für gewerbliche Projekte sind je nach Nutzung unter anderem DIN 18041, VDI 2569 und die ASR A3.7 „Lärm“ relevant. Sie arbeiten mit anwendungsbezogenen Anforderungen statt einer pauschalen 10- oder 30-Prozent-Regel.
Was bestimmt den Preis einer Akustiklösung?
Kosten entstehen nicht nur durch das einzelne Produkt. Für die Budgetplanung zählen vor allem vier Faktoren:
- Benötigte Fläche: Je mehr wirksame Fläche das Raumkonzept verlangt, desto höher ist meist der Materialbedarf.
- Format und Konstruktion: Große oder individuelle Rahmen können zusätzliche Verstrebungen, besondere Verpackung und andere Versandarten benötigen; bei bannerstop kommen ab 200 cm Kantenlänge Rahmenverstrebungen hinzu.
- Menge und Montage: Staffelpreise, Untergrundvorbereitung, Transport und gegebenenfalls Fachmontage beeinflussen die Gesamtkosten.
- Spätere Motivwechsel: Beim Akustikrahmen kann die Textilbespannung im selben Format getauscht werden; eine verklebte Akustiktapete muss für ein neues Motiv ersetzt werden.
Da Preise und Staffeln variieren, entnehmen Sie aktuelle Beträge bitte den Produktseiten für Akustikrahmen und Akustiktapete. Vergleichen Sie nicht nur den Stückpreis, sondern die Kosten für die tatsächlich benötigte Fläche und die geplante Nutzungsdauer.
Wann ist eine professionelle Planung sinnvoll?
Eine erste Einschätzung genügt manchmal bei kleinen Räumen ohne verbindliche Vorgaben. Bei folgenden Situationen sollten Sie frühzeitig Akustik-Fachleute einbeziehen:
- Größere Räume, Großraumbüros oder mehrere unterschiedlich genutzte Bereiche
- Verbindliche Anforderungen an Nachhallzeit, Sprachverständlichkeit oder Arbeitsstätten
- Dauerhafte technische Geräusche, beispielsweise durch Lüftungsanlagen
- Größere Budgets, Umbauten oder Projekte mit Ausschreibungs- und Nachweispflichten
bannerstop berät zu Auswahl, Gestaltung und Umsetzung individuell bedruckbarer Akustiklösungen. Eine fachliche Messung, Berechnung oder verbindliche akustische Planung ersetzt diese Produktberatung nicht.
Brandschutz: im gewerblichen Objekt zuerst klären
Bei gewerblichen Räumen hängt die Zulässigkeit einer Akustiklösung vom Einsatzort, den baurechtlichen Anforderungen und dem Brandschutzkonzept ab. Besonders Fluchtwege, Treppenräume und Versammlungsstätten können erhöhte Anforderungen stellen. Klären Sie die Vorgaben, bevor Sie Materialien, Motive und Formate freigeben.
- Materialnachweis ist keine Einbaufreigabe: Die Klassifizierung einer Komponente belegt nicht automatisch die Eignung des montierten Produkts am vorgesehenen Ort.
- Prüfnormen unterscheiden: B1 nach DIN 4102 und Euroklassen nach DIN EN 13501-1 sind nicht ohne Weiteres gleichzusetzen.
- Prüfbedingungen beachten: Aufbau, Untergrund und Befestigung können für die Aussagekraft eines Berichts entscheidend sein.
Lassen Sie benötigte Datenblätter und Klassifizierungsberichte vor der Bestellung durch die zuständige Fachplanung prüfen. Ob ein konkreter Aufbau zulässig ist, lässt sich nicht allein aus einem Produkttext ableiten.
So starten Sie mit einer ersten Einschätzung
Um passende Optionen vorzubesprechen, sind keine fertigen Druckdaten nötig. Hilfreich sind zunächst:
- Raumart und Nutzung, zum Beispiel Besprechungsraum, Büro oder Empfang
- Ungefähre Grundfläche und Raumhöhe
- Vorhandene Oberflächen, insbesondere Glas, Hartböden und Textilien
- Beschreibung des Problems: Nachhall, schlechte Sprachverständlichkeit oder Lärm von außen?
- Freie Wand- und Stellflächen sowie Fotos des Raums
- Erste Gestaltungswünsche oder eine bevorzugte Produktart
Mit diesen Informationen kann unser Team die verfügbaren Produkte und Gestaltungsmöglichkeiten einordnen. Eine seriöse Angabe zur erforderlichen Absorberfläche setzt bei anspruchsvolleren Projekten eine fachliche Planung voraus.
Checkliste vor der Anfrage
- Raumgröße, Raumhöhe und Nutzung notiert
- Hallproblem von Lärm aus anderen Bereichen unterschieden
- Klatschtest als erste Orientierung gemacht, gegebenenfalls an mehreren Positionen
- Harte Oberflächen, Einrichtung und vorhandene Textilien erfasst
- Freie Wand-, Stell- und gegebenenfalls Deckenflächen geprüft
- Motivwunsch und möglicher späterer Motivwechsel bedacht
- Bei gewerblicher Nutzung: Brandschutzanforderungen geklärt
- Fotos für die Produktberatung vorbereitet
Fazit: So verbessern Sie Ihre Raumakustik
Weniger Hall entsteht durch geeignete schallabsorbierende Flächen, nicht allein durch die Wahl eines einzelnen Produkts. Akustikbilder und -rahmen eignen sich für gezielte, austauschbare Motive; Akustiktapeten für großflächige Wandgestaltung. In offenen oder stark verglasten Räumen können freistehende oder passende Deckenelemente ergänzen. Welche Fläche tatsächlich benötigt wird, hängt vom Raum ab.
Vertiefende Informationen finden Sie in unseren Ratgebern Akustikbilder gegen Hall und Akustiktapete richtig einsetzen. Bei konkreten Produktfragen helfen Ihnen die Seiten für Akustikrahmen und Akustiktapete.
Sie möchten den Hall in Ihren Räumen reduzieren?
Unsere Experten beraten Sie gerne
Beschreiben Sie uns Ihren Raum und Ihre Anforderungen. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl einer passenden, individuell bedruckbaren Akustiklösung. Eine professionelle Akustikmessung ersetzt diese Beratung nicht.